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Als eine von insgesamt zehn Kommunen und Landkreisen in ganz Deutschland nimmt Dülmen auf Initiative von Bürgermeisterin Lisa Stremlau am Bundesprogramm "Mehr Frauen in Führungspositionen – Regionale Bündnisse für Chancengleichheit" teil. Insgesamt hatten sich 49 Städte aus 14 Bundesländern um die Aufnahme in das Programm beworben. Eine Fachjury unter Beteiligung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hatte die Auswahl getroffen.
Ziel des Programms ist die Förderung von Frauen in Führungspositionen. Hierzu werden so genannte "Regionaler Bündnisse für Chancengleichheit" gebildet. Dies sind Netzwerke aus Unternehmen, Verbänden, der Kommune und weiteren Kooperationspartnern, die es sich zur Aufgabe machen, Strukturen zu schaffen und auszubauen, die die Karrieremöglichkeiten von Frauen verbessern und Chancengleichheit ermöglichen. Einen zweiten Schwerpunkt möchte die Stadt Dülmen auf die weitere Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie legen. In Verbindung mit guten Rahmenbedingungen für die Familie wird Chancengleichheit als zentraler Standortfaktor betrachtet, der Kommunen und ansässige Unternehmen attraktiv für qualifizierte weibliche Fachkräfte und deren Familien macht.
"Ich freue mich sehr, dass Dülmen mit ausgewählt wurde, denn mir liegt das Thema Frauenförderung persönlich sehr am Herzen", betont Bürgermeisterin Lisa Stremlau. "Ich sehe Dülmen als attraktive Familienstadt und starken Wirtschaftsstandort und möchte diese wertvollen Eigenschaften intensiv fördern. Frauen nehmen in diesem Prozess meiner Meinung nach eine Schlüsselposition ein." Es müssten die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden, damit Frauen in Familie und Beruf erfolgreich sein könnten, so Stemlau.
Neun Dülmener Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Branchen und sechs engagierte Netzwerkpartner bilden in Kooperation mit der Stadt Dülmen und der EAF das Regionale Bündnis Dülmen. Gemeinsam werden sie sich in den kommenden Jahren dafür einsetzen, Frauen bessere Karrierechancen und eine bessere Vereinbarkeit von Karriere und Privatleben zu ermöglichen.
Unternehmen im Regionalen Bündnis Dülmen:
Netzwerkpartner im Regionalen Bündnis Dülmen:

Mit einer offiziellen Auftaktveranstaltung im Forum Bendix haben am Dienstag, 28. August 2012 zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft, Arbeits- und Sozialverbänden das „Regionale Bündnis Dülmen“ auf den Weg gebracht. „Für Dülmen bedeutet dieses Bündnis eine konsequente Weiterführung der Zielsetzung, die Position der Stadt als attraktive Familienstadt und starker Wirtschaftsstandort weiter auszubauen“ so Bürgermeisterin Lisa Stremlau.
Vertreterinnen und Vertreter der neun am Dülmener Bündnis beteiligten Unternehmen unterzeichneten eine Gemeinsame Erklärung, um ihr Vorhaben deutlich zu machen. In den kommenden Jahren möchten Sie sich für die Förderung von Frauen einsetzen. Ziel ist es, für jedes teilnehmende Unternehmen eine individuelle Strategie zu entwickeln und so einen eigenen Lösungsweg zu finden. Dafür werden die Unternehmen spezielle Beratung und Coachings durch die EAF erhalten, bei denen zunächst die Ist-Situation festgehalten wird und dann eine realistische Zielsetzung für die nächsten Jahre erarbeitet und umgesetzt werden soll. Unterstützung bekommen sie dabei von den sechs Netzwerkpartnern, die das Bündnis ergänzen. Erste Ideen für die gemeinsame Arbeit sammelten Unternehmen, Netzwerkpartner, EAF und Stadt im Vorfeld der Veranstaltung im Rahmen eines Workshops.
Als Rednerinnen gaben Annette Maltry vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Helga Lukoschat von der EAF sowie Diana Ferro, CEO der Dr. Suwelack Skin and Health Care AG aus Billerbeck interessante Impulse.
Alles zur Auftaktveranstaltung lesen Sie hier.
Die Gemeinsame Erklärung des Regionalen Bündnisses Dülmen finden Sie hier.

Wie können Unternehmen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen? Was können sie tun, um ihnen insbesondere bei der Kinderbetreuung mehr Flexibilität zu ermöglichen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich am Dienstagnachmittag bei einem Seminar im Rathaus Vertreterinnen und Vertreter von Dülmener Unternehmen, die am Bundesprogramm „Mehr Frauen in Führungspositionen – Regionale Bündnisse für Chancengleichheit“ beteiligt sind.
Angelika Kirstein, Gründerin und Geschäftsführerin des Kinderhauses Rasselbande und der do.it projekt-management GmbH, stellte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern innovative Betreuungsmöglichkeiten vor, die sie mit ihren Unternehmen anbietet. „Es gibt viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die z.B. im Schichtdienst arbeiten oder die in Projekte eingebunden sind, die zu Stoßzeiten eine höhere Arbeitszeit erfordern“, weiß Angelika Kirstein. „Reguläre Kindertageseinrichtungen können diesen wechselnden Bedarf häufig nicht abdecken.“
Mit dem Kinderhaus Rasselbande, das seit 2009 auch in Dülmen mit einer Einrichtung vertreten ist, hat sie sich deshalb auf flexible Kinderbetreuung spezialisiert. Zudem bietet Angelika Kirstein Lösungen für Unternehmen an, die allein oder im Verbund mit anderen zusätzliche Betreuungsstrukturen aufbauen möchten. Ein besonderes Angebot ist hier das so genannte „Kinderzimmer“. „Das ist eine Betreuungsgruppe für bis zu 18 Kinder unter drei Jahren, die wir in Form der Tagespflege z.B. direkt in den Räumlichkeiten des Unternehmens einrichten können“, erklärt Angelika Kirstein. „Ergänzend gibt es die Möglichkeit, dass auch Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren eine Spontanbetreuung in Anspruch nehmen können, wenn kurzfristige Termine für die Eltern anstehen oder die Betreuung aus anderen Gründen nicht gesichert ist.“
Mit großem Interesse hörten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Vortrag von Angelika Kirstein und nutzten die Gelegenheit sich mit ihr und untereinander über die speziellen Erfahrungen und Bedarfslagen in den verschiedenen Firmen auszutauschen. „Nicht nur für Unternehmen, die verstärkt auf Frauenförderung setzen, sind Familienfreundlichkeit und flexible Kinderbetreuung ein großes Thema“, resümierte Stefanie Löhn, die das Projekt „Mehr Frauen in Führungspositionen“ von Seiten der Stadt Dülmen betreut. „Wir haben dazu heute viele interessante Anregungen bekommen, mit denen sich die Unternehmen sicherlich auch weiter beschäftigen werden.“
Alle Informationen zum Programm gibt es auch unter www.regionale-buendnisse.de.
Gleichstellungsstelle
Elisabeth Bäther
Rathaus Dülmen
Zimmer 3
Markt 1-3
48249 Dülmen
Telefon: 02594 12-830
Telefax: 02594 3435
gleichstellungsstelle@duelmen.de
Ein Angebot der Stadt Dülmen | Markt 1-3 | 48249 Dülmen