Frisches Obst und Gemüse, knackige Salate, Schnitt- und Topfblumen, fangfrische Fischspezialitäten, Fleisch- und Wurstwaren, Wild und Geflügel, Käse, Lakritzspezialitäten, Kartoffeln, Brot und Backwaren, Eier, Honig, Oliven und Feinkostspezialitäten, Naturweidenkörbe und, und, und ... und natürlich in der jeweiligen Saison erntefrischen Spargel direkt vom Feld sowie Erdbeeren, Kirschen und Himbeeren – bei dieser reichhaltigen Produktpalette haben Marktbesucher in Dülmen die Qual der Wahl.
Der Wochenmarkt auf dem Dülmener Marktplatz findet immer dienstags und
freitags statt. Von April bis September beginnt er um 7.30 Uhr, von
Oktober bis März um 8.30 Uhr. Der Markt endet um 12.30 Uhr.
Fällt einer dieser Tage auf einen Feiertag, muss auf den Dülmener Wochenmarkt
nicht verzichtet werden:
Der Wochenmarkt wird dann am vorherigen Werktag abgehalten.
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Das besondere Flair des Wochenmarktes im Herzen unserer Stadt macht gerade auch heute noch die Kombination aus Vielfalt und gemütlicher Konversation aus. Die hohe Wahrscheinlichkeit, auf dem Wochenmarkt Nachbarn, Verwandte oder Bekannte zu treffen, macht den Marktplatz am Dienstag- und Freitagvormittag zu einem ganz besonderen Anziehungspunkt. Man freut sich, bekannte Gesichter zu sehen und füllt seine freie Zeit mit einem "Pläuschchen" am Rande des Marktgeschehens aus. Somit entsteht ein nicht alltägliches Einkaufserlebnis, das man nicht versäumen sollte. Wir laden Sie herzlich ein, dieses Stück Lebensqualität zu erleben.
Kontakt für Fragen / Wochenmarktbewerbungen:
Stadt Dülmen
Fachbereich 312 - Gewerbe und Markt
Ansprechpartner: Jürgen Schmude
Markt 1-3
48249 Dülmen
Kontakt
Tel.: (0 25 94) 12 - 312
Märkte in Dülmen haben eine lange Tradition. Ihre Anfänge reichen bis in das 14. Jahrhundert zurück. Mit der Verleihung der Stadtrechte am 22. April 1311 erwarb Dülmen gleichzeitig das Recht, zweimal jährlich einen Markt abzuhalten. Mit Einrichtung der Jahrmärkte war der Grundstein für die Entwicklung des heimischen Gewerbes und des kulturellen Aufschwungs in der Stadt gelegt.
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15 Jahre später bewilligte Bischof Ludwig von Münster zwei weitere Jahrmärkte. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts hatte sich die Anzahl der Jahrmärkte (Kram- und Viehmärkte) in Dülmen auf sieben erhöht. Handelsstätte für die Krämerwaren ist seit jeher der Marktplatz vor dem Rathaus, wo noch heute der Wochenmarkt abgehalten wird. Töpfe, Körbe, Holzschuhe, Bürsten, Hosenträger, Tuch- und Webwaren fanden bis zu Beginn dieses Jahrhunderts hier ihre Käufer.
An die Zeiten des mittelalterlichen Marktverkehrs erinnert noch heute die "Scharre", der offene Durchgang im Rathaus. In der "Scharre" hatten ehemals die Fleischhauer ihre Stände aufgebaut, in älterer Zeit schlachteten sie hier auch ihr Vieh. Die Bogenhalle diente zudem als "Legge", d. h. als Raum zur Qualitätsprüfung der Leinenballen, die von den Dülmener Händlern zum Markt gebracht wurden.
Viehmärkte fanden auf einem gesonderten Platz hinter dem Rathaus am Rande des Kirchhofs statt. Pferde, Rinder, Schweine und Schafe wurden hier zum Verkauf aufgetrieben. Da das Interesse am Viehhandel stetig wuchs, richtete man gegen Ende des 19. Jahrhunderts weitere Viehmärkte ein, die nun monatlich abgehalten wurden.
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Im Jahre 1903 wurde der Viehmarkt auf den heutigen Overbergplatz verlegt, der bis Ende der sechziger Jahre als Handelsstätte für Groß- und Kleinvieh genutzt wurde. Im Gegensatz zu den Viehmärkten mussten die Krammärkte bereits um 1900 erhebliche Umsatzbußen hinnehmen. Aufgrund des immer differenzierteren Angebots in den Ladengeschäften lohnte sich das Marktgeschäft für die Händler bald nicht mehr, so dass die Krammärkte in Dülmen eingestellt wurden.
Eine Wiederbelebung der Krammärkte erfolgte im Jahr 2000 anlässlich der Dreifaltigkeitskirmes samstags und sonntags nach Pfingsten und anlässlich der Viktorkirmes am 2. Sonntag im Oktober (samstags und sonntags).
Dem Antrag auf Genehmigung von Wochenmärkten in Dülmen wurde am 17. November 1840 stattgegeben, so dass am 7. Dezember 1840 der 1. Wochenmarkt eröffnet wurde. Es handelte sich um einen Markt mit Frucht- und Brennmaterialien, der fortan montags vor dem Rathaus stattfand. Wenige Jahre später erlebte der Wochenmarkt wegen einer eingetretenen Lebensmittelknappheit einen Einbruch. Im und nach dem Hungerjahr 1847 blieb der Markt geschlossen. Über Markttage in den folgenden Jahrzehnten ist nichts bekannt.
Jedenfalls wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Frage nach einem Wochenmarkt in der Stadt wieder laut. Seine Neueröffnung erfolgte am 12. Mai 1894. Jetzt wurde der Wochenmarkt gleich zweimal wöchentlich, dienstags und freitags, abgehalten.
Quelle:
Quelle: Annette Klaverkamp, Dülmener Lesebuch, Band 2, "Feste und Bräuche im Dülmener Raum", Dülmen 1991, S. 156 - 162