Eisenhütte Prinz Rudolph

In der Dülmener Feldmark gründete 1842 Herzog Alfred von Croy, Domänenrat Ludwig von Noël, Rudolf Froning aus Dülmen, der Gewerke Friedrich Beisenherz aus Bochum und drei weitere Geldgeber aus Dortmund, Hövel und Herdecke die Eisenhütte Prinz Rudolph. Grundlage für die Produktion war das Vorhandensein von Rasenerz, das mit Hilfe von Holzkohle ausgeschmolzen und gegossen wurde.

Ab 1844/45 zogen 41 Familien aus dem Hunsrück nach Dülmen, deren Familienvorstände als Tischler, Schlosser, Sandformer, Schmiede oder Eisendrechsler Arbeit fanden. Weitaus größer war die Zahl unverheirateter Arbeiter, von denen viele nur einige Monate auf der Hütte arbeiteten und dann weiterzogen. Zwischen 1842 und 1852 sind die Namen von 623 Arbeitern in den Beschäftigtenlisten verzeichnet.

In Zeiten guter Konjunktur wie 1845 waren auf der Eisenhütte 275 Arbeiter beschäftigt, die 120 Tonnen Eisen zu Dampfmaschinen und Potteriewaren im Wert von 90.000 Taler verarbeiteten. In diesem Jahr waren 18,5 Prozent der Dülmener Bevölkerung von der Hütte lohnabhängig.