In Berlin führte der Sturz des französischen Königs schon Ende Februar zu Diskussionen in Gaststätten, Cafés und Lesekabinetten, die sich immer mehr verschärften und am 6. März 1848 zu Unruhen führten. Eine Volksversammlung beschloß die Billigung der allgemeinen Märzforderungen – Volksbewaffnung, Pressefreiheit, freie Bildung von Parteien, Schwurgerichte und ein Nationalparlament – und die Stadtverordnetenversammlung beschloß die Übergabe einer Bittschrift an den König.

Am 13. März wurde auf Flugblättern Abhilfe gegen Not und Arbeitslosigkeit, Schutz vor Wucher und Ausbeutung sowie die Errichtung eines Sozialministeriums gefordert. Die ersten Toten gab es bei einer Massenversammlung vor dem Schloß am 15. März, als die Menge vom Militär auseinandergetrieben werden sollte. Dagegen leistete das Volk mit dem Bau von Barrikaden und mit Steinwürfen Widerstand.

Als Reaktion auf den Sturz Metternichs, des österreichischen Staatskanzlers und Hauptvertreters des konservativ-restaurativen Regimes des Deutschen Bundes, veröffentlichte König Friedrich Wilhelm IV. am 18. März ein Reformprogramm. Es sah die Umwandlung Deutschlands in einen Bundesstaat und die sofortige Einberufung einer vorläufigen Nationalvertretung aus Mitgliedern der einzelstaatlichen Landtage vor.

Bei einer Dankdemonstration vor dem Schloß wurde am 18. März der Abzug des Militärs gefordert, worauf der König den Platz vom Militär räumen ließ. Als Schüsse fielen, entstanden sofort zahlreiche Barrikaden, ohne daß die Barrikadenkämpfer mit Schußwaffen bewaffnet gewesen wären. Das Militär ging mit äußerster Härte gegen die Barrikaden vor, die meist nur mit Äxten, Knüppeln, Mistgabeln und Dachziegeln verteidigt wurden.