Betriebsgelände Bendix

Aus dem bereits 1824 von Moses Bendix aufgenommenen Handel mit den Erzeugnissen der ländlichen Leineweberei ging 1873 die mechanische Weberei Meyer Bendix hervor. Der Export der sich ausweitenden, nun auch Baumwolle verarbeitenden Produktion reichte bis in die USA. Die wirtschaftliche Expansion machte 1902 den Bau eines zweiten Lagerhauses an der Lüdinghauser Straße notwendig. Die Schauseite ist im zeitgenössischen Stil der Neorenaissance ausgeführt und im Jahre 2002 restauriert worden. Sie ist ein Beispiel gelungener repräsentativer Industriearchitektur. Das Lagerhaus bildete den Ausgangspunkt eines sich räumlich außerhalb der alten Stadtwälle entwickelnden Firmengeländes, das 1907/8 um eine Spinnerei erweitert wurde. 

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Deren Gebäude beherbergen seit 2001 das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium.
Nach einem wirtschaftlichen Einbruch während des Ersten Weltkrieges entwickelte sich die Firma Paul Bendix bis 1927 zum größten Arbeitgeber in Dülmen (1.100 Beschäftigte). Da die Betriebsgebäude den Zweiten Weltkrieg weitgehend unzerstört überstanden, konnte die Produktion schnell wieder aufgenommen werden. 1957 war das Unternehmen mit 1.200 Beschäftigten der größte Arbeitgeber im Kreis Coesfeld. Die Strukturkrise in der Textilindustrie führte ab 1966/67 zu einer Halbierung der Mitarbeiterzahl und zur Umstellung der Produktion auf Streichgarn, die aber 1993 auch eingestellt wurde.

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