Bis auf den Gefrierpunkt könnten die Temperaturen am kommenden Wochenende fallen. Christian Rohlmann und Michael Kamper lässt diese Aussicht kalt. Der städtische Baubetriebshof sieht sich gewappnet für den Kampf gegen Eis und Schnee: Fahrzeuge sind einsatzbereit, Routen festgelegt, Streusalz eingelagert und Abläufe eingeprobt.
„Ob wir wirklich schon am kommenden Wochenende ausrücken müssen, wird sich zeigen. Wir behalten den Wetterbericht im Blick“, sagt Christian Rohlmann, Leiter des Baubetriebshofes. Werden Kälte und Niederschlag vorhergesagt, prüft jeden Morgen die Einsatzleitung gegen 3:30 Uhr, ob ein Winterdienst erforderlich ist. Sind die Straßen glatt, wird die Mannschaft informiert und die Arbeit beginnt. Damit die Belastung nicht zu groß wird, arbeitet der Baubetriebshof mit drei Teams, die sich wochenweise mit dem Winterdienst abwechseln.
13 Fahrzeuge sind zudem im Einsatz. Diese wurden in den vergangenen Wochen gewartet und geprüft. „Alle Fahrzeuge sind auch im Normalbetrieb im Einsatz. Sie können für den Winterdienst schnell umgerüstet werden. Das spart Kosten, da wir die Fahrzeuge nicht doppelt vorhalten müssen“, erläutert Michael Kamper, der beim Baubetriebshof für die Straßenunterhaltung zuständig ist. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern ist er bereits probeweise die Winterdienst-Routen abgefahren und hat diese angepasst. Michael Kamper nennt ein Beispiel: „Durch die Bauarbeiten auf der Borkenberger-Straße in Hausdülmen haben sich die Routen der Schulbusse verändert. Auf den neuen Strecken sind wir mit unseren Streufahrzeugen natürlich unterwegs.“
Winterdienst ist Gemeinschaftsaufgabe
Ein Berg von 800 Tonnen Streusalz türmt sich aktuell in der großen Lagerhalle am Baubetriebshof. 380 Tonnen wurden in diesem Sommer noch einmal nachbestellt. Genug Salz sollte also vorrätig sein, um Haupt- und Nebenstraßen, Parkplätze sowie Gehwege vor öffentlichen Gebäuden räumen zu können. Christian Rohlmann weist aber darauf hin, dass der Winterdienst eine Gemeinschaftsaufgabe ist. „Hauseigentümer bzw. Mieter sind zum Winterdienst auf den Gehwegen und in einigen Fällen auch auf kleineren Straßen in Wohngebieten verpflichtet. Die Straßenreinigungssatzung der Stadt listet die Zuständigkeiten sehr genau auf, deshalb sollte sich jeder damit vertraut machen.“
Diese in der Satzung festgelegte Arbeitsaufteilung gilt übrigens nicht nur für den Kampf gegen Eis und Schnee, sondern auch für das Aufkehren von Laub. Der Baubetriebshof ist aktuell jeden Tag unterwegs, um Geh- und Radwege vor öffentlichen Gebäuden oder beispielsweise auch Kreuzungsbereiche vom Laub zu befreien. Zudem werden regelmäßig die an den Straßen aufgestellten Körbe geleert, in die Bürgerinnen und Bürger die Blätter städtischer Bäume kehren können. „Wir kompostieren das Laub zusammen mit dem Grünschnitt direkt am Baubetriebshof. Die darauf gewonnene Erde bringen wir dann im Frühjahr in unsere Pflanzbeete ein“, erläutert Christian Rohlmann. An den Frühling denkt der Baubetriebshof-Leiter jetzt aber noch nicht: Erst einmal rückt in den kommenden Wochen und Monaten der Winterdienst in den Fokus.
Weitere Infos zum Winterdienst und der Straßenreinigungssatzung sind im Serviceportal der Stadt Dülmen zu finden.









