Der „Campus mit Herz“ überzeugt die Jury

Diese Grafik zeigt den Siegerentwurf "Campus mit Herz"

Der Siegerentwurf „Campus mit Herz“ sieht eine ringförmige Anordnung der Schulen um ein zentrales Gebäude vor. (Grafiken: Schaller Architekten Stadtplaner

Diese Grafik zeigt eine 3D-Ansicht des Siegerentwurfes "Campus mit Herz"

3D-Ansicht des Siegerentwurfes "Campus mit Herz"

Dieses Foto zeigt das Preisgericht im Kolpinghaus

Das Preisgericht tagte am Donnerstag im Kolpinghaus. (Foto: Stadt Dülmen / Siemes)

Der Gewinner des städtebaulichen Wettbewerbs für den „Bildungscampus Dülmen“ steht fest. Bei der Sitzung des Preisgerichtes am Donnerstag, 19. März, im Kolpinghaus zeichnete das Gremium den Entwurf „Campus mit Herz“ mit dem 1. Preis aus. Er stammt von dem Büro Schaller Architekten Stadtplaner (Köln) mit der Planergruppe (Essen). Die Jury verlieh zudem zwei dritte Preise sowie zwei Anerkennungen.

Ziel des städtebaulichen Wettbewerbs war es, innovative und nachhaltige Konzepte für den geplanten Bildungscampus an der Berningheide zu erhalten. Auf dem Gelände nahe des Sportzentrums-Nord sollen die Hermann-Leeser-Realschule und die Kardinal-von-Galen-Hauptschule an einem gemeinsamen Standort neu gebaut werden, dabei aber ihre Eigenständigkeit behalten. Auch der Kreis Coesfeld hat Interesse signalisiert, sich mit möglichen Bildungseinrichtungen des Kreises an dem Campus zu beteiligen und war daher Projektpartner des Planungswettbewerbs.

In dem Wettbewerb ging es noch nicht um konkrete Gebäudeentwürfe, sondern vor allem um Fragen der Erschließung, der Zuwegungen, des Schallschutzes oder der Anordnung von Gebäuden und Außenflächen. 14 Planungsbüros aus ganz Deutschland haben Vorschläge für den Campus eingereicht. In der mehrstündigen Sitzung beschäftigten sich die Mitglieder des Preisgerichts – darunter Vertreterinnen und Vertreter von Stadt- und Kreisverwaltung und politischen Gremien sowie Architektinnen, Architekten und Stadtplanende – intensiv mit den unterschiedlichen Entwürfen.

„Die Entscheidung war nicht leicht. Am Entwurf des Erstplatzierten hat uns besonders die Idee überzeugt, die Gebäude ringförmig um ein zentrales Gebäude herum anzuordnen. Somit würde in der Tat ein Campus mit Herz entstehen“, erklärt Bürgermeister Carsten Hövekamp. Die Leitidee basiert auf der ringförmigen Anordnung der zu etablierenden Schulen sowie eines Sporthallenkomplexes um ein zentrales Gebäude. Dieses zen­trale Gebäude fungiert als soziale und funktionale Drehscheibe des Bildungscampus. Hier sind die ge­meinsamen Bausteine wie Aula, Mensa und die spezialisierten Fachräume konzentriert.

„Ich freue mich sehr, dass unser Campus-Projekt nun eine weitere wichtige Hürde genommen hat und wir auf Basis der Wettbewerbsergebnisse den weiteren Planungsprozess vorantreiben können.“

Die Stadt Dülmen wird im Anschluss an den städtebaulichen Wettbewerb ein Vergabeverfahren durchführen, um die weitere Konkretisierung des städtebaulichen Konzeptes zu beauftragen. Alle Entwürfe des Städtebaulichen Wettbewerbs werden vom 14. April bis 23. April in der Alten Sparkasse im Rahmen einer Ausstellung zu sehen sein.

Die Gewinner im Überblick:

1. Preis:
Schaller Architekten Stadtplaner, Köln mit Planergruppe, Essen

3. Preis:
farwick+grote architekten stadtplaner, Ahaus mit ST raum a. Gesellschaft von Landschaftsarchitekten, Berlin

3. Preis:
Querfeldeins | Landschaft | Städtebau | Architektur, Dresden

Anerkennung:
allmannwappner, München mit rabe landschaften, Hamburg

Anerkennung:
Blaumoser Architekten, Starnberg mit zaharas landschaftsarchitekten, München

Hintergrund
Auf dem Bildungscampus sollen die Kardinal-von-Galen-Hauptschule und die Hermann-Leeser-Realschule ein neues Zuhause erhalten. An beiden Schulen besteht großer Sanierungsbedarf, zudem bieten die bestehenden Gebäude zu wenig Platz für die Umsetzung moderner Bildungskonzepte und eine Ausweitung des Ganztagsbetriebs. Auch der Umbau der bestehenden Gebäude wurde geprüft, aufgrund von fehlender Wirtschaftlichkeit jedoch verworfen. Zudem hätten bei einer Sanierung Schülerinnen und Schüler über mehrere Jahre hinweg auf einer Baustelle lernen müssen. Die Stadtverordneten-Versammlung hat deshalb entschieden, diese an einem Standort neu zu bauen. Beide Schulen behalten ihre Eigenständigkeit.

Für den Bildungscampus standen zunächst zwei mögliche Standorte zur Auswahl: am Sportzentrum Nord („Berningheide“) und in der Nähe des Bahnhofs. Letztendlich hat die Stadtverordnetenversammlung sich in ihrer Sitzung am 31. März 2022 für den Standort Berningheide entschieden. Vorausgegangen war eine Online-Umfrage, an der mehr als 1.600 Bürgerinnen und Bürger teilgenommen hatten.

Ein Campus in Nähe der vorhandenen Sportanlagen bietet für beide Schulen neue Möglichkeiten. Zudem hat der Kreis Coesfeld Interesse an dem geplanten Bildungsstandort signalisiert. Er ist ebenfalls Projektpartner des Planungswettbewerbs und will in diesem Zusammenhang prüfen lassen, wie mögliche Bildungseinrichtungen des Kreises in das städtebauliche Konzept eingebunden werden können.

Weitergehende Informationen zum Projekt „Bildungscampus Dülmen“ sind unter www.duelmen.de/bildungscampus zu finden.

 

Diese Grafik zeigt den Siegerentwurf "Campus mit Herz"

Der Siegerentwurf „Campus mit Herz“ sieht eine ringförmige Anordnung der Schulen um ein zentrales Gebäude vor. (Grafiken: Schaller Architekten Stadtplaner

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3D-Ansicht des Siegerentwurfes "Campus mit Herz"

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Das Preisgericht tagte am Donnerstag im Kolpinghaus. (Foto: Stadt Dülmen / Siemes)

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