Auf große Resonanz stieß die Veranstaltung, zu der das Partnerschaftskomitee Dülmen (Pako) e.V. am Sonntag, 18. Januar, aus Anlass des jährlichen deutsch-französischen Tages eingeladen hatte. Rund 80 Gäste genossen im einsA einen informativ-unterhaltsamen Abend, an dem sich alles um die politischen und gesellschaftlichen Dimensionen der deutsch-französischen Freundschaft und um das Thema „Französisch als Schulfach“ drehte.
Bürgermeister Carsten Hövekamp lobte in seiner Begrüßung das Engagement des Pakos, Dülmens Partnerstadt Charleville-Mézières und die französische Kultur hier vor Ort bekannter zu machen. „Wir bieten diese Veranstaltung zum vierten Mal an und freuen uns sehr, dass wir eine immer größer werdende Zahl von Stammgästen begrüßen können“, erklärt Pako-Vorsitzende Eva Vasmer. Zudem sei es gelungen, mit Dr. Landry Charrier wieder einen ausgewiesenen Experten für deutsch-französische Beziehungen als Referenten zu gewinnen.
Charrier, der u.a. Lehraufträge an verschiedenen Universitäten in Deutschland und Frankreich innehat, gab in seinem Vortrag kenntnisreiche Einblicke in die politische Zusammenarbeit beider Länder und beschäftigte sich mit den wechselseitigen Wahrnehmungen von Franzosen und Deutschen.
An der anschließenden, regen Diskussionsrunde beteiligten sich insbesondere Dülmener (Französisch)Lehrerinnen sowie deren Schülerinnen und Schüler. Letztere berichteten, warum sie sich für das Schulfach Französisch entschieden hätten (schöne Sprache und Neugier auf Land und Kultur), während die Pädagoginnen auch auf die Herausforderungen hinwiesen, Jugendliche für dieses Fach zu begeistern und Schüleraustausche zu organisieren. So sei z.B. die Zahl der Deutsch-Lehrenden in Frankreich zu gering.
Dr. Landry Charrier appellierte, im Bemühen um die Förderung des Spracherwerbs dennoch nicht nachzulassen, denn schon jetzt mangele es auf beiden Seiten teilweise an einem Verständnis von Sprache und Kultur des jeweils anderen, was sich auch in der Politik bemerkbar mache.
Bei französischem Wein, Fingerfood und anregenden Gesprächen ließen die Gäste den Abend ausklingen. Die Veranstaltung wurde vom Deutsch-Französischen Bürgerfonds gefördert, der u.a. Projekte finanziert, die die deutsch-französische Freundschaft und Europa in der Breite der Bevölkerung erlebbar machen.







