Kommunale Wohnungsgenossenschaft nimmt nächste Hürde

Dieses Foto zeigt die Teilnehmenden der Gründungsversammlung

Trafen sich im Rathaus zur Gründungsversammlung (v.l.): Michael Hoppenberg (Geschäftsführer Pyramis), Christoph Noelke (Erster Beigeordneter Stadt Dülmen), Matthias Rochol (Vorsitzender Ausschuss für Arbeit, Soziales, Ehrenamt und Senioren), Jürgen Schmude (Städtisches Grundstücksmanagement), Manuela Pross (Vorsitzende Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung) und Bürgermeister Carsten Hövekamp. (Foto: Stadt Dülmen / Siemes).

Die „Kommunale Wohnungsgenossenschaft Letterhausstraße eG“ nimmt Fahrt auf: Im Dülmener Rathaus trafen sich jetzt Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, der Pyramis Immobilien Entwicklungs GmbH und des städtischen Grundstücksmanagements zur Gründungsversammlung. Die Partner beabsichtigen, auf einem rund 2.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Letterhausstraße zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 12 bis 16 Wohneinheiten im öffentlich geförderten Wohnungsbau zu errichten und zu vermieten. Die Wohnungen werden bezahlbar, energieeffizient und umweltfreundlich gestaltet.

Bürgermeister Carsten Hövekamp zeigt sich erfreut über den Fortschritt: „Die Genehmigung des Kreises Coesfeld liegt vor, so dass wir mit der Gründungsversammlung jetzt den nächsten Schritt gehen konnten. Ziel ist es, weiteren bezahlbaren Wohnraum in Dülmen zu schaffen.“

Die Umsetzung folgt dem sogenannten „Detmolder Modell“. Diese Form der öffentlich-privaten Partnerschaft (OPP) wurde 2016 von Rechtsanwalt Michael Hoppenberg und dem Diplom-Kaufmann Michael Kirchner entwickelt. Es bietet Kommunen eine schlanke Alternative zur Gründung einer eigenen Wohnungsbau-GmbH. Durch einen sogenannten Aktivtausch bringt die Stadt das Grundstück als Sacheinlage ein und erhält im Gegenzug Genossenschaftsanteile, was den Kernhaushalt schont. Michael Hoppenberg betont den strategischen Wert: „Das Modell bietet der Stadt die Möglichkeit, trotz finanzieller Herausforderungen im Haushalt aktiv städtebauliche Entwicklungen auf dem Gebiet der Wohnraumschaffung voranzutreiben.“

Die Genossenschaft wird von den Vorständen Jürgen Schmude (Städtisches Grundstücksmanagement) und Michael Kirchner geleitet. Kirchner, der die neue Genossenschaft als Mitgeschäftsführer begleitet, betont die Relevanz des Ansatzes: „Umso wichtiger ist es, dass Kommunen sich aktiv in den Wohnungsmarkt einbringen. Das Detmolder Modell bietet hierfür die ideale Option.“

Der Aufsichtsrat, bestehend aus Bürgermeister Carsten Hövekamp, Manuela Pross, Matthias Rochol, Christoph Noelke und Michael Hoppenberg, übernimmt die Überwachung der Genossenschaft. Die Pyramis Immobilien Entwicklungs GmbH fungiert als Generalplaner und übernimmt nach Fertigstellung auch die Verwaltung der Gebäude.

Mit der Gründung ist der Weg frei für die detaillierte Bauantragstellung und die Akquise von Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen. Durch die geplante Kaltmiete von rund 6,70 Euro pro Quadratmeter wird sichergestellt, dass das Wohnprojekt auch langfristig für die Zielgruppen bezahlbar bleibt.

Dieses Foto zeigt die Teilnehmenden der Gründungsversammlung

Trafen sich im Rathaus zur Gründungsversammlung (v.l.): Michael Hoppenberg (Geschäftsführer Pyramis), Christoph Noelke (Erster Beigeordneter Stadt Dülmen), Matthias Rochol (Vorsitzender Ausschuss für Arbeit, Soziales, Ehrenamt und Senioren), Jürgen Schmude (Städtisches Grundstücksmanagement), Manuela Pross (Vorsitzende Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung) und Bürgermeister Carsten Hövekamp. (Foto: Stadt Dülmen / Siemes).

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