Riga: Erinnerung im Wald von Bikernieki

Das Foto zeigt viele Menschen vor der Gedenkstätte im Wald.

Im Wald von Bikernieki fand eine Gedenkveranstaltung statt. Foto: Gints-Ivuškāns

Hausdülmens Ortsvorsteherin Gabriele Sondermann nahm als Vertreterin der Stadt Dülmen an der Gedenkreise teil. Hier steht sie am Gedenkstein für die Dülmener Opfer. Foto: Riga Komitee

Hausdülmens Ortsvorsteherin Gabriele Sondermann nahm als Vertreterin der Stadt Dülmen an der Gedenkreise teil. Hier steht sie am Gedenkstein für die Dülmener Opfer. Foto: Riga Komitee

Im Rathaus von Riga wurden Gabriele Sondermann (li.) und die Vertreterinnen und Vertreter der anderen Delegationen. Foto: Stadt Riga

Im Rathaus von Riga wurden Gabriele Sondermann (li.) und die Vertreterinnen und Vertreter der anderen Delegationen. Foto: Stadt Riga

Tief bewegt ist Hausdülmens Ortsvorsteherin Gabriele Sondermann von der Gedenkveranstaltungen des Riga-Komitees in der lettischen Hauptstadt Riga zurückgekehrt, an der sie als Vertreterin der Stadt Dülmen teilgenommen hat. Gemeinsam mit Delegierten aus zahlreichen deutschen Städten und weiteren Ländern gedachte sie der mehr rund 35.000 Jüdinnen und Juden, die 1941 von den Nationalsozialisten nach Riga deportiert und dort ermordet wurden. Auch acht Jüdinnen und Juden aus Dülmen gehörten zu den Opfern. Anlass der Reise waren der 85. Jahrestag der Deportationen sowie das 25-jährige Bestehen der Gedenkstätte Bikernieki bei Riga. 

Während der Reise besuchten die Delegierten die historischen Orte des nationalsozialistischen Terrors, darunter die Gedenkstätte im Wald von Bikernieki, wo bis heute zahlreiche Massengräber liegen. „Dieser Wald ist eigentlich ein sehr idyllischer Ort, doch wenn man sich vergegenwärtigt, welch unvorstellbare Gräueltaten dort geschehen sind, ist das kaum auszuhalten“, berichtet Gabriele Sondermann. Zu Tausenden seien in dem Waldstück lettische Juden aus dem Ghetto in Riga erschossen worden, um dort Platz für die Juden zu schaffen, die mit den Deportationszügen aus dem Deutschen Reich kamen. Auch von ihnen überlebten nur die wenigsten. Ein Gedenkstein erinnert an die Opfer aus Dülmen.

Besonders beeindruckt habe sie bei der Reise die Begegnung mit dem 100-jährigen Holocaust-Überlebenden und Historiker Margers Vestermanis, aber auch das Engagement einer jungen Musikerin, die in der Nähe von Bikernieki aufgewachsen ist und sich nun in der Erinnerungsarbeit starkmacht, so Gabriele Sondermann. Gemeinsam mit den anderen Delegierten nahm sie an der offiziellen Veranstaltung zum lettischen Holocaust-Gedenktag vor der Ruine der Großen Choral-Synagoge teil, bei der auch der lettische Ministerpräsidenten Andris Kulbergs und der Oberbürgermeister von Riga, Viesturs Kleinbergs, anwesend waren.

Hintergrund
Dülmen ist seit 2014 Mitglied des im Jahr 2000 gegründeten Riga-Komitees. Dessen Ziel ist es, an die deportierten Jüdinnen und Juden zu erinnern. In der Nacht zum 11. Dezember 1941 wurden acht Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Dülmen nach Riga deportiert. Unter ihnen waren Karl und Selma Frankenberg, Charlotte Pins, Josef und Lina Salomon sowie die Schwestern Bertha, Julia und Margarethe Wolff. Die meisten von ihnen wurden im Rigaer Ghetto oder später im Konzentrationslager Stutthof ermordet. 
 

 

Das Foto zeigt viele Menschen vor der Gedenkstätte im Wald.

Im Wald von Bikernieki fand eine Gedenkveranstaltung statt. Foto: Gints-Ivuškāns

Hausdülmens Ortsvorsteherin Gabriele Sondermann nahm als Vertreterin der Stadt Dülmen an der Gedenkreise teil. Hier steht sie am Gedenkstein für die Dülmener Opfer. Foto: Riga Komitee

Hausdülmens Ortsvorsteherin Gabriele Sondermann nahm als Vertreterin der Stadt Dülmen an der Gedenkreise teil. Hier steht sie am Gedenkstein für die Dülmener Opfer. Foto: Riga Komitee

Im Rathaus von Riga wurden Gabriele Sondermann (li.) und die Vertreterinnen und Vertreter der anderen Delegationen. Foto: Stadt Riga

Im Rathaus von Riga wurden Gabriele Sondermann (li.) und die Vertreterinnen und Vertreter der anderen Delegationen. Foto: Stadt Riga

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