Bürgerbeteiligung zum ISEK
Wie soll Dülmens Innenstadt künftig aussehen?
Die vier Buchstaben "ISEK" stehen für Integriertes Städtebauliche Entwicklungskonzept. Es zeigt konkrete Ziele und Maßnahmen auf, wie sich Dülmens Zentrum in den kommenden Jahren entwickeln soll. Aktuell geht es konkret um vier Maßnahmen in der Dülmener Innenstadt, die die Stadt Dülmen in den kommenden vier bis fünf Jahren umsetzen möchte:
1. Bauabschnitt: Lüdinghauser Str./Borkener Str. zwischen Münsterstraße und Lohwall
2. Bauabschnitt: Tiberstraße, Tibergasse, Marktgasse und Bärenstiege
3. Bauabschnitt: Lüdinghauser Str. zwischen Münsterstraße und Nonnenwall
4. Bauabschnitt: südl. Marktstraße zwischen Lüdinghauser Str. und Südring
Ziel aller Maßnahmen ist die Verbesserung von Aufenthaltsqualität, Barrierefreiheit, Klimaschutz und Verkehrssicherheit - insbesondere für Fußgänger und Radfahrende. Für die vier genannten Projekte rechnet die Stadt Dülmen nach aktuellem Stand mit Gesamtkosten in Höhe von 5,6 Mio. Euro, die bei einer Bewilligung des gestellten Förderantrags zu 60 Prozent vom Land NRW getragen werden.
Nähere Informationen zu den ISEK-Projekten finden Sie in der Präsentation zur Bürgerinfoveranstaltung am 27. Janaur 2026 sowie in der aktuellen Beschlussvorlage.
So sehen die konkreten Planungen, die bereits in der Bürgerinformationsveranstaltung am 27.01.2026 gezeigt wurden, für die einzelnen Bauabschnitte aus:
1. Bauabschnitt: Lüdinghauser Straße/Borkener Straße, zwischen Münsterstraße und Lohwall
Für diesen Straßenabschnitt sehen die Planungen vor, einen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich (Tempo 20) einzurichten. Entsprechend würden der Fahrbahnquerschnitt reduziert, die Gehweg-bereiche erweitert, zusätzliche Bäume und Pflanzbeete angelegt sowie die Anzahl und Verortung der Stellplätze angepasst. Ziel ist es, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren, den Rad-verkehr zu stärken sowie Aufenthaltsqualität und Barrierefreiheit zu verbessern. Auch der Eichengrünplatz soll in diesem Zuge attraktiver gestaltet werden. Geplanter Baustart für diese Maßnahme ist das Frühjahr 2027.
2. Bauabschnitt: Tiberstraße, Tibergasse, Marktgasse und Bärenstiege
Im 2. Bauabschnitt soll das Straßenbild an die bereits umgestalteten Abschnitte in der Innenstadt angepasst und der Grünflächenanteil erhöht werden. Parkplätze sollen vor allem im Bereich der Bärenstiege erhalten bleiben, wobei die Anforderungen des Brandschutzes (Stellflächen für Drehleiterfahrzeug) hier den gestalterischen Spielraum einschränken. Zusätzliche Fahrrad-Abstellanlagen sind ebenso vorgesehen wie eine Aufwertung des Platzes an der Bärenapotheke, z.B. durch ein Sitzrondell wie auf dem Marktplatz. Baubeginn könnte hier im Frühjahr 2028 sein.
3. Bauabschnitt Lüdinghauser Tor/Lüdinghauser Str. zwischen Münsterstraße und Nonnenwall
Der Bereich um das Lüdinghauser Tor, das Wahrzeichen der Stadt Dülmen, soll aufgewertet werden. Vorgesehen ist eine Geschwindigkeitsreduzierung auf maximal 30 km/h und damit verbunden eine Reduzierung des motorisierten Verkehrs und Stärkung des Radverkehrs. Duch eine Aufpflasterung und akzentuierte Beleuchtung könnte das Tor noch besser in Szene gesetzt werden. Auch die Gestaltung eines kleinen Platzes im Umfeld ist denkbar. Der Baubeginn ist für Sommer 2028 vorgesehen. Im weiteren Verlauf der Lüdinghauser Straße plant die Stadt Dülmen zudem eine Umgestaltung des Marienplatzes, die in einem separaten Projekt erfolgt.
4. Bauabschnitt: südliche Marktstraße zwischen Lüdinghauser Str. und Südring
Auch die Verbindungsstraße zwischen Vorpark und Innenstadt soll eine optische Aufwertung erfahren, Aufenthaltsqualität und Barrierefreiheit sollen verbessert werden. Der Baumbestand soll erhalten und ergänzt, Grünflächen vergrößert sowie Parkflächen optimiert und neu angeordnet werden. Baustart könnte im Frühjahr 2029 sein.
Weitere Informationen zum Innenstadtentwicklungskonzept (ISEK)
Ziele und Maßnahmen für die kommenden Jahre
Die vier Buchstaben "ISEK" stehen für ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept. Das klingt ein wenig sperrig und theoretisch – was es aber gar nicht ist. Genau das Gegenteil ist der Fall.
Das ISEK zeigt nämlich ganz konkrete Ziele und Maßnahmen auf, wie sich Dülmens Zentrum in den kommenden Jahren entwickeln soll. Damit bietet es für unsere Innenstadt, und somit für uns alle, große Chancen. Städtebauliche und demographische Entwicklung, Klimawandel, E-Mobilität, Digitalisierung, innenstadtnaher Wohnraum: Diese Themen finden sich in den 27 Projekt-Steckbriefen wieder, die das ISEK umfasst. Es geht um zukunftweisende Ansätze: Nehmen wir als Beispiel die Lüdinghauser und Borkener Straße: Diese sollen so umgestalten werden, dass der Fuß- und Radverkehr deutlich gestärkt wird. Auch die Aufenthaltsqualität entlang der Straßen soll steigen. Eine weitere Projektidee dreht sich um das Quartier Hermann-Leeser-Schule: Wie möchten wir das dann freiwerdende Gebäude und das umliegende Areal entwickeln, wenn der neue Schulcampus im Dülmener Norden realisiert ist?
Diese Projektideen sind nicht im stillen Kämmerlein entstanden. In Stadtspaziergängen, Workshops und einer Online-Umfrage wurden Wünsche und Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger erfasst. Knapp 20 Monate hat der Prozess gedauert: von der ersten Arbeitskreissitzung bis hin zu dem jetzt vorliegenden Maßnahmenkatalog.
Im September 2023 ist der Abschlussbericht mit Maßnahmenkatalog erschienen und von der Stadtverordnetenversammlung verabschiedet worden.












